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Wenn Widerstand Regeln braucht, sind diese nicht die schlechtesten…

Harald Welzer hat ein Buch geschrieben. Das trägt den Titel: Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand. Und damit meint er alle, die glauben keine Wahl zu haben trotz guter Ausbildung, einem im Weltmaßstab exorbitantem Einkommen, Nahrungsmittel im Überfluss und jeder Menge Freiheiten; jene, die gemeinsam im Netz schlafen mit gewohnt in die Höhe gereckten Daumen, allzeit empathisch zugeneigt das Gebotene im sozialen Netz abklickend; und jene, denen es schwant, dass es mehr Möglichkeiten gibt, passivem Konsum und permanentem Wachstum zu widerstehen. Das Folgende auszudrucken und anzuwenden könnte man als Möglichkeit in Betracht ziehen. Fürs Erste…

1. Alles könnte anders sein.

2. Es hängt ausschließlich von Dir ab.

3. Nimm Dich deshalb ernst.

4. Höre auf, einverstanden zu sein.

5. Leiste Widerstand, sobald Du nicht einverstanden bist.

6. Du hast jede Menge Handlungsspielräume.

7. Erweitere Deine Handlungsspielräume dort, wo Du bist.

8. Schließe Bündnisse.

9. Rechne mit Rückschlägen, vor allem solchen, die von Dir selbst ausgehen.

10. Du hast keine Verantwortung für die gesamte Welt.

11. Wie Dein Widerstand aussieht, hängt von Deinen Möglichkeiten ab.

12. Und von dem, was Dir Spaß macht.

formuliert von Harald Welzer
aus: Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand.

Link zur Leseprobe

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