kopfstand 1

Entschleunigen oder: Kopfstand verlangt Respekt

Nach langer Zeit wieder hier präsent. Meine Abwesenheit begründet sich dadurch, dass ich längere Zeit – leider wieder einmal – schwer krank war. Aber so habe ich mein Leben lang eine sehr individuelle Sicht auf die Dinge und frage mich und euch: Was ist eigentlich Arbeit?

von Kopfstand

Mir geht es vor allem um die Wertschätzung. Um die Achtung und Respekt (nicht sooooo streng) vor den Mitmenschen.

Da ich total ungebildet bin, habe ich die Möglichkeit und Chance zugleich, sehr naiv an das Thema “Arbeit” heranzugehen, und mir Fragen zu stellen, die vielleicht auch für andere (für dich?) relevant und von Interesse sein könnten.

Was ist Arbeit? Für mich bedeutet Arbeit: Etwas zu tun. Das kann mit Freude zu tun haben. Das kann eine Pflicht sein. Diese Pflicht kann von 5 Minuten bis einem ganzen verkorksten Leben reichen. Für mich bedeutet es schon Arbeit, Teil dieser Gesellschaft zu sein. Wir arbeiten alle. Wir alle sind diese viel berühmten Zahnräder eines Systems.                                                                                                                     

Das mit dem Geld und dem Kapital kapiere ich immer noch nicht ganz. Ich bin naiv – Sie wissen ja.

Man tut etwas und dafür bekommt man Geld.
Man erledigt aber noch so viele andere Dinge, für die man kein Geld bekommt, die aber tausendmal schwieriger sind. Es ist genauso Arbeit, sich um einen schwerkranken Menschen aus der Familie zu kümmern. Natürlich liebt man diesen Menschen. Aber ich habe oft erlebt, dass helfende Personen total kraftlos werden und sind. Und das solch eine Arbeit – auch wenn ganz viel Liebe dabei ist – nicht wirklich gewürdigt wird. Ich kenne mich also nicht genau aus: wer wird wann und wofür genau mit wie viel unterstützt? Es ist doch so: Viele Tätigkeiten werden nicht geschätzt. Es gibt dafür keine Anerkennung in unserer Gesellschaft.

Oder ein Mensch, der eine Krankheit trägt. Warum trägt dieser Mensch diese Krankheit?
Was schleppt er mit? Was trägt er für andere, damit andere leben können?
Ich bin für eine ganzheitliche Betrachtung der Dinge.

Mir ist bewusst, dass ich manchmal nur so Brocken hinwerfe, aber ihr könnt ja selber denken und braucht mich nicht, um euch meine Gedanken vor zu kauen.

Worauf ich hinaus will?
Man kann nicht alles mit Geld bewerten. Und den Wert von Dingen nicht immer abschätzen.

Es geht auch um sehr viel Gerechtigkeit.
Ich weiß, dass wir alle auf dem Weg sind. Ich hoffe, auf dem Weg in eine bessere Zukunft.
Wo noch vieles möglich sein wird.
Wo noch mehr die Liebe da sein wird und Verständnis zur Selbstverständlichkeit wird.

Ich war die letzten Wochen wieder einmal außer Gefecht gesetzt, konnte mich keiner Beschäftigung widmen. Und trotzdem habe ich gearbeitet. An meiner Genesung. Ich habe versucht, das Beste aus meiner Situation zu machen. Auch das ist Arbeit. Menschen haben sich mitgefreut, über meine Fortschritte der Genesung. Beziehungen wurden aufgefrischt. Begegnungen neuer Art haben stattgefunden. Das ist meine momentane Sicht der Dinge.

Ich würde gerne mehr Gutes tun. Ich würde gerne mehr über meine Erfahrungen sprechen, die ich machen durfte in meinem Leben. Und ich würde mich sehr freuen, wenn Menschen mit mir Kontakt aufnehmen. Ich bin kein Experte. Ich bin kein Profi. Ich bin kein Superheld. Ich bin einfach ein Mensch, der in Früh zum Bäcker geht, um ein paar Semmeln zu kaufen, und der sich freut, ein bekanntes Gesicht zu sehen.

wer mir schreiben will:  blindesdatum@gmail.com

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