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Das tun, was man wirklich liebt!

Am richtigen Ort zur richtigen Zeit… Ein Zauberfaden, der dahin führt, wo etwas Besonderes passiert…

Diana Kavian, Düsseldorf

von William Franck

Wie bist du dazu gekommen ein Buch zu schreiben?

Bevor ich mein Buch geschrieben habe, ist etwas Besonderes passiert.
Das war vor einem Club, im Innenhof, und ich saß draußen. Das war eine Zeit, wo ich mich so etwas verloren fühlte. Ich habe gemerkt, dass meine Arbeit zwar die Menschen berührt, aber ich fühlte mich unsichtbar. Die Frage war: Was muss ich noch tun, um mehr Menschen mit meiner Arbeit zu erreichen?
Ich saß also im Innenhof des Clubs, draußen an diesem Sommerabend, da saß auch ein Herr, mit dem ich schnell ins Gespräch kam. Wir plauderten über dieses und jenes und ich erzählte ihm von meinem Beruf als Coach und meine gefühlte Situation. Er fragte mich: „Was kannst du denn so richtig gut?” Ich sagte ihm: „In meinem Leben war ich immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Das ist so ein Zauberfaden, der sich durch mein Leben zieht. Wahrscheinlich bin ich ein sehr stark intuitiver Mensch und gehe nach meiner inneren Stimme“. Er sagte mir: „Ja dann schreib doch darüber“. Als er mir das empfahl, wusste ich spontan, dass gerade wieder etwas sehr Wichtiges geschah.

Ich fing am nächsten Tag, ernsthaft mein Buch „Erwarte das Unerwartete“  zu schreiben.

Was ist dein Berufsbild?
Ich würde ganz schlicht sagen, ich biete Intuitionscoaching an. Ich kenne die Sprache der Intuition. Darum geht es auch in meinem Buch „Erwarte das Unerwartete”. In meiner Arbeit zeige ich meine Klienten, wie sie sich auf ihre innere Stimme einstellen können und wie sie auf gewisse Zeichen, die sich zeigen, achten können.
Meine Ausbildung ist klassische Psychotherapie, klassisches Coaching, Meditation, welche ich fünf Jahre in einem tibetischen Kloster gelernt habe, und dann auf einer spirituellen, transpersonalen Ebene Holotropes Atmen nach Stanislav Grof.

 

Welche besondere Gabe bringst du als Coach mit?
Ich kann körperlich spüren, wo jemand sich innerlich befindet. Ich kann den seelischen Druck und Schmerz eines Klienten spüren und auch benennen. Ich kann sagen: „Ja, aber was ist da für ein Druck im Bauch oder woher schlägt dein Herz so schnell? Woher kommt das?“ Ich spüre körperlich so wie die Person, die mir gegenübersitzt.
Ich bekomme auch Sätze, so als würde ich denken wie mein Gegenüber. Ich kann in die Gedanken hinein und gemeinsam mit meinem Klienten überprüfen, wieso ein bestimmter Gedanke gerade bei mir auftaucht. Was das mit meinem Klienten zu tun hat und wo ist die Verbindung zu einem vorliegenden Herausforderung liegt. Viele meiner Klienten sind berührt, perplex und überrascht, zu welchem Wissen ich in einer einzigen Sitzung gelange. So kommen wir schnell zum Kern.
Was hat das Höhere Selbst für dich an Bedeutung?
Das Höhere Selbst ist da, wo wir herkommen. Es ist der Ort, die Stimme, die wir Intuition nennen. Es ist das, was uns Menschen und jede Materie verbindet. Es ist das, was uns wissen lässt, was für unsere Entwicklung stimmig ist und was nicht. Das Höhere Selbst ist wie ein Netz, das das ganze Universum verbindet und uns erlaubt jeglichem Wissen und Information anzuzapfen. Da kommen wir her. Das sind wir. Als Seelen entscheiden wir uns, Erfahrungen zu machen, und entfernen uns zum Teil von diesem Höheren Selbst. Wir werden zu einem Individuum, um bestimmte Erfahrungen zu machen als „getrennte“ Entität. Aber letztendlich sind wir immer mit einer Schnur mit diesem Höheren Selbst verbunden.

Jedes Mal, wenn wir etwas Schwieriges erleben und im Widerstand sind, bewegen wir uns einen Schritt weiter weg vom Höheren Selbst, aber immer ist diese Verbindung vorhanden. Je weiter wir uns bewegen, umso mehr Widerstand erleben wir.
Wenn wir die richtigen Fragen stellen – also z.B wenn du in einem Widerstand bist und du die Frage stellst, was brauche ich in diesem Moment wirklich oder was möchte mir diese Situation zeigen. Wenn du solche Fragen stellst, bewegst du dich wieder zurück zu diesem Höheren Selbst. Und wenn du dann damit in Verbindung bist, läuft alles glatter und harmonischer. Synchronizität passiert dann ziemlich oft.
Du bist in einer Art Wonder World, weil die Geheimnisse des Lebens dir offenbart werden, auf wunderschöne Art und Weise. Und der Widerstand löst sich auf.
Wenn wir diese Verbindung nicht bewusst suchen, in Meditation oder Tanz oder  irgendeiner anderen Art von Tätigkeit, die unser „Monkeymind“ beruhigt,  entsteht ein Teufelskreis: Und jedes Mal, wenn wir etwas erleben, was schwierig ist oder uns von unsere Bahn ablenkt, distanzieren wir uns wieder. Es sei denn, wir haben einen großen Bewusstseinssprung oft durch eine Krise oder einen Wunsch, sich selbst näher zu kommen.

Kann man immer mit einem inneren Widerstand Leben?
Ja, du kannst immer im Widerstand leben. Manche Leute schaffen es tatsächlich, ihr ganzes Leben in einem Widerstand zu sein. Sie machen sich und andere das Leben ganz schön schwer! Das heißt nicht, dass sie getrennt sind von dieser inneren Stimme. Getrennt kann man ja nicht sein. Aber diese Menschen spüren schon, dass sie etwas verleugnen, dass sie etwas nicht spüren wollen oder dass sie nicht ganz sich selbst sein dürfen.

Wie würdest du den Begriff wertvoll mit Arbeit verbinden? Was kommt dir in den Sinn?
Das zu tun, was man liebt. Hundertprozentig. Das zu tun, was man wirklich liebt, ist der Hinweis für alle, dass sie mit dem Höheren Selbst in Verbindung stehen.

Tun die Leute, was sie lieben?
Die meisten oder viele tun, was sie müssen. Sie tun, was sie tun müssen, weil wir immer gehört haben, du musst einen ordentlichen Abschluss haben; du musst studiert haben; wenn du dich in bestimmten Kreisen bewegen willst, und diese Kreise sind bessere als andere Kreise, musst du einen Job haben, der sehr viel einbringt; damit du auch jemand bist, der sehr bedeutsam ist. Und wenn manche Männer und Frauen das nicht haben, fühlen sie sich wertlos. Männer und Frauen, die das geschafft haben nach einem vorgegebenen Lebensmodell zu funktionieren, identifizieren sich so stark mit ihrer Rolle. Wenn es etwas gebe, was sie mehr interessieren würden, würden diese Menschen ihre Identifikation nicht loslassen wollen aus Angst, ein „Niemand“ zu werden.

Wie schaut die Zukunft aus?
Ich beschäftige mich eben mit dem Thema Sichtbarkeit und erreiche mehr Menschen. Es gibt so viele Menschen, die unglaublich wertvolle Arbeit auf dem spirituellen Feld machen, die man nicht sieht oder findet. Gerade in Deutschland. Dem würde ich gerne entgegenwirken.
Ich wünsche mir, dass es einfach normaler wird, dass es eine sichtbare Welt (die materielle Welt) gibt und dass es auch eine unsichtbare Welt (die geistige Welt) gibt und dass sie zusammenkommen können.

Dass Energie (was auch ein Gedanke sein kann) die Materie beeinflusst, weiß man in wissenschaftlichen und spirituellen Kreise schon lange.  Stell’ dir vor, wie spannend das wäre, wenn der Mainstream das auch versteht. Wenn alle verstehen, dass jeder von uns auf dieser Lebensbühne eine tragende Rolle hat.
Es ist sehr wichtig, dass Menschen mit diesem Wissen immer sichtbarer werden. Ich fange erst bei mir an und habe mir vorgenommen, auch andere Lehrer auf diesem Gebiet zu unterstützen.

Wie machst du das?
Indem ich z.B. so ein Interview mache, mit dir William. Ich drehe informative YouTube-Filme und mache Video-nterviews mit spirituellen Lehrern und Schriftstellern. Diese streue ich im Internet und über meine Online-Community. Ich helfe anderen spirituellen Lehrern, Schriftstellern und Therapeuten, auch ihre Arbeit im Netz durch Videos zu streuen.  Je mehr Leute erfahren, was sie für eine Kraft haben und was sie für tolle Möglichkeiten auf diese Erde, haben umso besser.

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