7 Antworten auf 7 Fragen

Es interessiert uns, wie Ihr Arbeit erlebt. Wer möchte, kann uns davon erzählen – das geht ganz einfach und auch anonym via diesem Webformular hier.

Sascha erzählt uns via 7 Q, wie er Arbeit handhabt. Und was es heißt, mit dem eigenen Tun nicht ausreichend zu verdienen. Danke dafür!

Von Sascha via 7 Q

Welchen Beruf hast du gelernt?

Im engeren Sinne habe ich gar keinen Beruf erlernt. Ich habe ein Studium in Geschichte und Politikwissenschaft abgeschlossen. Ich wollte aber nicht auf die Uni in die Lehre gehen, habe mich während des Studiums wenig um Karrierefragen gekümmert, da ich mehr an Bildung interessiert war, und bin daher seit Jahren erwerbslos. Was ich aber wohl in praktischer Hinsicht und zwar weitgehend autodidaktisch erlernt habe und immer noch dabei bin zu lernen: wie man journalistisch arbeitet.

Womit verdienst du dein Geld?

Gar nicht – ich bin abhängig von der Mindestsicherung bzw. familiärer Unterstützung. Aber das hindert mich nicht daran, trotzdem zu arbeiten. Ich schreibe ehrenamtlich manchmal Beiträge für ein Internetportal und hin und wieder bringe ich sogar eine Recherchearbeit von mir in einer Straßenzeitung unter (das bringt dann sogar ein bisschen Geld pro Artikel ein, aber leben kann ich davon leider nicht). Außerdem arbeite ich an meinem Blog. Ich sehe das alles als Informations- und Bildungsarbeit an.

 Kannst du dir vorstellen, etwas ganz anderes zu tun?

 Prinzipiell ja – jedoch bräuchte ich dazu eine frische Ausbildung. Allerdings pflege ich das, was ich tue, mit großer Leidenschaft zu praktizieren. Es macht mir also viel Spaß, zu recherchieren und schreiben. Wichtig bei allem, was ich mache, erscheint mir, dass ich meinen moralischen Kompass dabei nicht verliere. Journalismus als Beruf scheint in Österreich oft mehr mit Werbung/PR verwechselt zu werden als wirklich demokratische Aufklärungsarbeit zu leisten – das ist mir zuwider.

 Magst du dein Arbeitsumfeld?

Einerseits passt es für mich, autonom und selbstorganisiert und kreativ zu arbeiten. Andererseits würde ich mir wünschen, in ein redaktionelles Umfeld eingebunden zu sein. Ein Medium, mit dem ich gewisse Einstellungen und Ziele teile, wäre schon wichtig für mich. Denn ich bin lieber ein Teamarbeiter, auch um Feedback zu bekommen und von anderen Rückmeldung zu erhalten, was sie von dem halten, was ich tue.

Was verursacht dir Stress?

Das Wissen, dass ich von meiner Arbeit nicht leben kann. Und das Wissen, dass es öfter vorkommt als mir lieb ist, dass ich für einen Artikel recherchiere und schreibe, der dann nie publiziert und gelesen wird. Und das Wissen, dass ich vermutlich weitgehend auf meine Autonomie und Kreativität verzichten müsste, sollte ich jemals das “Glück” haben, in einer Zeitungsredaktion eine Anstellung zu finden, eine solche funktioniert ja in der Regel nach dem Markt.

 Kannst du dir vorstellen, nicht mehr zu arbeiten?

Als Erwerbsloser bin ich es gewohnt, wenig bis nichts zu arbeiten – zumindest in einem Lohnarbeitskontext. Für mich wäre es gerade eine neue Erfahrung, mit halbwegs geregelten Arbeitszeiten und einem halbwegs Existenz sichernden Einkommen zu arbeiten. Dies ist zwar alles andere als mein Lebensziel, aber ich bin realistisch genug um zu wissen, dass es ohne Lohnarbeit im Kapitalismus schwer ist. Mein Ziel ist aber, mein Leben frei gestalten zu können und dazu gehört auch eine sinnvolle Tätigkeit.

Was macht dich froh/glücklich?

Mein Leben selber in die Hand zu nehmen; etwas zu tun, das mir sinnvoll erscheint, Spaß macht und idealerweise auch anderen Menschen einen Nutzen bringt (es sollte also eine soziale Tätigkeit im weitesten Sinne sein); das Gefühl haben, dass ich von anderen gebraucht werde; jeden Tag etwas Neues zu lernen und neue Erfahrungen zu machen; die große weite Welt kennen lernen; andere Menschen kennen lernen und mich mit ihnen auseinandersetzen dürfen, am Schönsten natürlich im Rahmen von Freundschaft.Welchen Beruf hast du gelernt?

 
Im engeren Sinne habe ich gar keinen Beruf erlernt. Ich habe ein
Studium in Geschichte und Politikwissenschaft abgeschlossen. Ich
wollte aber nicht auf die Uni in die Lehre gehen, habe mich während
des Studiums wenig um Karrierefragen gekümmert, da ich mehr an
Bildung interessiert war, und bin daher seit Jahren erwerbslos. Was
ich aber wohl in praktischer Hinsicht und zwar weitgehend
autodidaktisch erlernt habe und immer noch dabei bin zu lernen: wie
man journalistisch arbeitet.

Womit verdienst du dein Geld?

Gar nicht - ich bin abhängig von der Mindestsicherung bzw.
familiärer Unterstützung. Aber das hindert mich nicht daran,
trotzdem zu arbeiten. Ich schreibe ehrenamtlich manchmal Beiträge
für ein Internetportal und hin und wieder bringe ich sogar eine
Recherchearbeit von mir in einer Straßenzeitung unter (das bringt
dann sogar ein bisschen Geld pro Artikel ein, aber leben kann ich
davon leider nicht). Außerdem arbeite ich an meinem Blog. Ich sehe
das alles als Informations- und Bildungsarbeit an.

Kannst du dir vorstellen, etwas ganz anderes zu tun?

Prinzipiell ja - jedoch bräuchte ich dazu eine frische Ausbildung.
Allerdings pflege ich das, was ich tue, mit großer Leidenschaft zu
praktizieren. Es macht mir also viel Spaß, zu recherchieren und
schreiben. Wichtig bei allem, was ich mache, erscheint mir, dass ich
meinen moralischen Kompass dabei nicht verliere. Journalismus als
Beruf scheint in Österreich oft mehr mit Werbung/PR verwechselt zu
werden als wirklich demokratische Aufklärungsarbeit zu leisten - das
ist mir zuwider.

Magst du dein Arbeitsumfeld?
 
Einerseits passt es für mich, autonom und selbstorganisiert und
kreativ zu arbeiten. Andererseits würde ich mir wünschen, in ein
redaktionelles Umfeld eingebunden zu sein. Ein Medium, mit dem ich
gewisse Einstellungen und Ziele teile, wäre schon wichtig für mich.
Denn ich bin lieber ein Teamarbeiter, auch um Feedback zu bekommen und
von anderen Rückmeldung zu erhalten, was sie von dem halten, was ich
tue.

Was verursacht dir Stress?
 
Das Wissen, dass ich von meiner Arbeit nicht leben kann. Und das
Wissen, dass es öfter vorkommt als mir lieb ist, dass ich für einen
Artikel recherchiere und schreibe, der dann nie publiziert und gelesen
wird. Und das Wissen, dass ich vermutlich weitgehend auf meine
Autonomie und Kreativität verzichten müsste, sollte ich jemals das
"Glück" haben, in einer Zeitungsredaktion eine Anstellung zu finden,
eine solche funktioniert ja in der Regel nach dem Markt.

Kannst du dir vorstellen, nicht mehr zu arbeiten?

Als Erwerbsloser bin ich es gewohnt, wenig bis nichts zu arbeiten -
zumindest in einem Lohnarbeitskontext. Für mich wäre es gerade eine
neue Erfahrung, mit halbwegs geregelten Arbeitszeiten und einem
halbwegs Existenz sichernden Einkommen zu arbeiten. Dies ist zwar alles
andere als mein Lebensziel, aber ich bin realistisch genug um zu
wissen, dass es ohne Lohnarbeit im Kapitalismus schwer ist. Mein Ziel
ist aber, mein Leben frei gestalten zu können und dazu gehört auch
eine sinnvolle Tätigkeit.

Was macht dich froh/glücklich?
 
Mein Leben selber in die Hand zu nehmen; etwas zu tun, das mir
sinnvoll erscheint, Spaß macht und idealerweise auch anderen Menschen
einen Nutzen bringt (es sollte also eine soziale Tätigkeit im
weitesten Sinne sein); das Gefühl haben, dass ich von anderen
gebraucht werde; jeden Tag etwas Neues zu lernen und neue Erfahrungen
zu machen; die große weite Welt kennen lernen; andere Menschen kennen
lernen und mich mit ihnen auseinandersetzen dürfen, am Schönsten
natürlich im Rahmen von Freundschaft.

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